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Borkener Zeitung 27.11.2010







                                                                                                          
Borkener Zeitung 26. 02. 2011                                                           


* Fußnoten
 
Elke Müller hat eine Podologische Fachpraxis in Borken.


Von Katrin Schmidt

BORKEN. Es wird viel geredet dieser Tage über Fußnoten. Die BZ hat knallhart recherchiert bei der Borkener Podologin Elke Müller und ist nach gründlichem Fakten-Checking zu dem Ergebnis gekommen: Folgende Fußnoten dürfen kopiert werden bis der Arzt kommt:


Sehr gut für gesunde Füße ist das Einreiben mit Urea-haltigen Cremes. Urea ist ein künstlich hergestellter Harnstoff, der Feuchtigkeit spendet. Wohltuend ist auch ein Fußbad - etwa mit Kräutern oder mit Eichenrinde und Salbei gegen Schweißfüße. Füße aber nicht zu lange baden.

Gut abtrocknen sollte man seine Füße nach dem Duschen oder Baden. Vor allem auch auf den Zwischenraum zwischen den einzelnen Zehen achten. Bleibt dort Feuchtigkeit zurück, kann das leicht zur Bildung von Fußpilz führen. Nicht so gut ist übrigens das Tragen von Nylonstrümpfen: Die nehmen kaum Feuchtigkeit auf - was wiederum zu Hautpilz führen kann.

Befriedigend ist es, wenn die Füße mal an die frische Luft kommen: Ruhig öfter mal barfuß umher laufen. Diabetiker sollten das allerdings besser nicht tun. Jedenfalls dann nicht, wenn sie unter einer Nervenstörung in den Füßen leiden. Das führt nämlich dazu, dass die Füße temperatur- und schmerzunempfindlich werden. Leichte Verletzungen durch das Barfußlaufen könnten deshalb unbemerkt bleiben.


Ausreichend weites Schuhwerk ist sehr wichtig. Wenn es zu eng ist, entstehen Druck und Reibung, und das kann zu Hühneraugen führen. Man sollte auch nicht zu hohe Absätze tragen, weil es zu Fehlbelastungen kommen kann. Empfehlenswert ist Fußgymnastik, die fördert die Durchblutung. Eine Übung: Zeitungsseite (nach dem Lesen!) mit den Händen zerknüllen, auf den Boden legen und dann mit den Füße so auseinanderfalten, dass die Seite nicht zerreißt und wieder ganz ausgebreitet vor einem liegt.

Mangelhaft kann auch zu viel „Pflege“ sein: Auf keinen Fall mit einem Messer an der Hornhaut herumschneiden! Das geht viel zu sehr in die Tiefe. „Wenn man auch noch Marcumarpatient ist oder andere Blutverdünner nimmt, kann das gefährlich werden. Also lieber einen Bimsstein oder eine Feile benutzen. Die Kunst ist: Nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel abmachen, denn die Hornhaut ist ja auch ein Schutz.

Ungenügend geschnittene Fußnägel sind genauso ungesund wie zu kurz abgeschnittene: Dadurch könnten die Nägel einwachsen. Auch sollte man selbst die Fußnägel gerade abschneiden. Noch besser ist es, wenn man die Ecken vorsichtig abrundet, sodass der Nagel spatenförmig aussieht. Aber das sollte man besser dem Experten überlassen. Wenn man nämlich die Nägel an den Seiten zu sehr abrundet, kann das Nagelbett zusammenfallen, heißt: Es verkleinert sich, und der Nagel wächst an den Seiten ein.

Quelle: http://www.borkenerzeitung.de/lokales/kreis_borken/borken/1502175_fussnoten.html